Angesichts der voll besetzten Sport- und Kulturhalle Horrenberg muss dem Team um Peter Valencak bescheinigt werden, dass es im Vorfeld der Winterfeier der SG Horrenberg in der Sport- und Kulturhalle Horrenberg alles richtig gemacht hat. Bewies der gute Besuch doch, dass eine Winterfeier, gut beworben und mit einem durchaus spektakulären Programm ein Höhepunkt im örtlichen Vereinsleben sein kann. Entsprechend erfreut zeigte sich Valencak bei der Begrüßung, bevor er das Wort an Marcel Hetzel übergab, dessen erste Worte bereits erahnen ließen, dass er für die SGH als Moderator ein Glücksfall war.

Der Programmauftakt oblag der Jugend. Mit ihren „Fangesängen“ zeigten die F2-Jugendlichen der SG Horrenberg und der SG Dielheim auf, welche Vereine bei ihnen als Sympathieträger zu sehen sind: neben Bayern München, der TSG Hoffenheim, dem Hamburger SV und dem Karlsruher SC, natürlich auch ihre beiden Heimatvereine. Weiter ging es mit den F1-Jugendlichen, die, in bunten Trikots, als „Dorfkinder“ eine Liebeserklärung an ihre Heimatgemeinde abgaben. 

Erinnerungen an die Saalwetten bei „Wetten, dass …“ wurden wach, als Hetzel die aktiven Fußballer der 1. Mannschaft in der Halle mit einer Aufgabe betraute, deren Ergebnis zum Finale vorgetragen werden sollte. Konkret war ein Gedicht von zwanzig Zeilen zu verfassen, das einen Lacher sowie die Worte Dönerfleisch, Steuerberater und Waldhof enthalten sollte.

Tanz und Rhythmus in vollendeter Form zeigten die jungen Damen der Formation „Little Soldiers“ vom TV Horrenberg-Balzfeld.

Im nächsten Programmpunkt moderierte Hetzel die Spielshow „Schlag den Kapitän“, die inhaltlich an die Show „Schlag den Raab“ erinnerte. In den drei Spielrunden Gewicht, Schnippen und Schätzen setzten sich die drei Kandidaten des Publikums mit 2:1 gegen den Kapitän der 1. Mannschaft André Piesch durch, wobei beim Schätzen originelle Fragen wie „Wie lange braucht ein Blitz zum Mond?“ im Raum standen.

Dass ein Fahrrad durchaus in Verbindung mit Artistik gesehen werden kann, zeigten dann die bereits regional und national ausgezeichneten Brüder Tim-Noah (10) und Philipp Sam (9), die mit ihren Trial-Rädern das Publikum in Staunen versetzten. Kein Paletten-Hindernis war ihnen zu hoch und keine Treppe zu steil.

Jetzt war die Zeit reif für den Auftritt von Karl Eugen Läberle, der sich als Comedian, Zauberer, Artist und „Blödmann für alle Fälle“ dem Publikum vorstellte, das er mit geschickten Mitmachaktionen in der Halle wie auch auf der Bühne schnell auf seine Seite bekam. Bezeichnend hierbei seine unnachahmliche Art, Freiwillige auf die Bühne zu bekommen. Höhepunkt seiner witzigen und kessen Show war ein „Scannen“ der besonderen Art. Fünf Männer aus dem Publikum bekamen einen futuristisch wirkenden und mit Sensoren versehenen Helm verpasst, über die Läberle durch leichte Schläge auf die Helme Geräusche und Töne, wie Glockengeläut oder Martinshorn, auslösen könnte. Diese Schläge, in schnellem Wechsel mit den Helmen ausgeführt, ergaben „Melodien“, die das Publikum mit viel Lachen aufnahm.

In sich hatte es dann der letzte Programmpunkt vor dem Finale. Marcel Hetzel – deutscher Sauna-Show-Aufguss-Meister, gelang es, von einer fiktiven Sauna ausgehend, das Publikum vollständig in seinen Bann zu ziehen. Wer es bis dahin noch nicht wusste, weiß es jetzt: Das Wedeln in der Sauna ist eine Kunstfertigkeit. Exemplarisch verteilte Hetzel die „heiße“ Luft mit individuell auf ihn als Wedler zugeschneiderten Handtüchern. Seine fließenden Bewegungen, die nicht wenige Zuschauer an Propeller und andere Figuren erinnerten, wurden dann auch am Ende seiner Demonstration mit Standing Ovations belohnt. 

Bevor dann zum Finale alle Akteure nochmal auf der Bühne standen, zeigten die Aktiven der 1. Mannschaft, dass sie die ihnen gestellte Aufgabe, ein Gedicht unter Vorgaben zu Papier zu bringen mit Bravour meisterten, was ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurde.

Mit einem Dank an alle Akteure und auch die Helfer im Hintergrund beendete Valencak einen Abend, an den wohl alle Zuschauer noch länger zufrieden zurückdenken werden. 

HS